Plastische Chirurgie
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Die plastisch - ästhetische Chirurgie gibt dem Arzt Korrekturmaßnahmen an die Hand, die Form und Funktion im Sinne von Wiederherstellungschirurgie als auch von kosmetisch - ästhetischer Behandlung verbessern. Der Behandlungsschwerpunkt des Verfassers liegt in der Kopf - Hals Region.

Risiken/Komplikationen

Gibt es Risiken bei einer Ohrenkorrektur?

Im Wesentlichen gibt es bei einem gesunden Menschen keine Risiken bei der Ohrenkorrektur. Zu beachten ist jedoch bei Personen, die unter Allergien (z.B. gegen Medikamente, Wasch-, Desinfektionsmittel oder Pflaster) leiden oder bei denen Krankheiten bestehen, dass dies vor einer eventuellen Operation besprochen sein muss. Personen, die zu auffälligen blauen Flecken oder anhaltenden Blutungen nach Bagatellverletzungen neigen, sollten eine mögliche Gerinnungsstörung vor der Operation durch eine spezielle Untersuchung abklären lassen. Auch Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, müssen uns hierüber unbedingt informieren. Es ist allerdings im Rahmen der Sorgfalt selbstverständlich, dass wir Sie ausführlich befragen und oben genannte Merkmale mit Ihnen herausarbeiten. Kann es Komplikationen geben? Trotz größter Sorgfalt können seltene Komplikationen auftreten:


Berührungsempfindung

Eine vorübergehende Störung der Berührungswahrnehmung ist normal. Sie verschwindet nach einiger Zeit von selbst. Da alle operativen Maßnahmen die Durchtrennung feiner Hautnerven erfordern, kann dies zu Gefühlsminderung oder Missempfindung besonders bei Kälte führen. Dies bildet sich langsam über mehrere Monate zurück, kann in Einzelfällen aber auch anhaltend sein.


Starke Schmerzen

Sollten starke Schmerzen nach der Operation auftreten, so kann dies auf einen zu engen Verband oder auf einen Bluterguss hinweisen und muss vom Arzt kontrolliert werden. Ein Bluterguss wird in den meisten Fällen punktiert und erfordert nur in Ausnahmefällen eine nochmalige Operation.


Verzögerung der Wundheilung

In seltenen Fällen kann es zu einer Infektion der Wunde oder des Ohrknorpels kommen. Dadurch wird die Wundheilung verzögert.


Keloid

Sehr selten entsteht bei entsprechender Veranlagung in der Narbe eine Narbenwucherung, ein sog. Keloid. Diese stellt sich durch eine dicke, wulstige, verfärbte, schmerzhafte und juckende Narbe dar. Hier helfen Cortison-Injektionen, Druckverbände und eine spätere operative Entfernung, die jedoch mit dem Risiko des Wiederauftretens des Keloids verbunden ist.


Schädigung von Haut und Knorpel

Sehr selten kommt es zu einer Schädigung von Haut oder Knorpel durch Störung der Blutversorgung. Das Risiko ist erhöht, wenn bereits frühere Eingriffe am äußeren Ohr durchgeführt wurden. Meist heilen diese Stellen spontan ab. Operative Defektdeckungen sind selten erforderlich.


Unverträglichkeit des Fadens

Bei der seltenen Unverträglichkeit des Fadenmaterials kommt es zur Abstoßung des Fadens und damit zu einem erneuten Abstehen des Ohrmuschelrandes.


Narbenbildung

Nach dem Eingriff kann sich in seltenen Fällen das Ergebnis durch Narbenbildung oder durch eigene Rückstellkräfte des Knorpels so verändern, dass erneut eine Deformierung der Ohrmuschel auftreten kann. Durch einen weiteren operativen Eingriff können diese Probleme korrigiert werden.